Erfolg mit dem botanical Food Trend


Als Gewürzhersteller profitiert Euroma stark vom heutigen botanical Food Trend. Gewürze sind botanical, genauso wie Blumen. Im Grunde genommen wie alles, was im Garten wächst.
Wir erwarten, dass die Botanicals die Küche in den nächsten Jahren noch mehr dominieren werden. Im Supermarkt sehen wir den Botanical Trend momentan auch sehr stark bei kosmetischen Produkten, (Erfrischungs-) Getränken und Tee, aber in anderen Kategorien noch kaum. Dies wird sich wohl bald ändern…

Gewürze, mit denen Sie Ihrem Gin Tonic Ihr Lieblings-Aroma geben. Schokolade mit Blaubeeren und Veilchen, Hibiskustee. Farb- und geschmackreiche Botanicals sind heute wichtige Ingredienzen für trendy Food Produkte. Der botanical Food Trend hat viele Ursachen. 

 

Die Vorliebe für Botanicals erklärt aus dem Zeitgeistmodell

Das Zeitgeistmodell von Trendwatcher Peter Heshof, das wir bereits in einem früheren Trendbeitrag darstellten, erklärt die Entstehung des botanical Trends folgendermaßen. Das Modell geht davon aus, dass in spezifischen Zeiten spezifische Urbedürfnisse dominant sind. Momentan verlangen die Menschen authentische, reine Lebensmittel. Hierauf sind Botanicals die Antwort. Außerdem wird die ganzheitliche sensorische Erfahrung beim Essen immer wichtiger. Die Entdeckung komplett neuer Geschmacksrichtungen und der Spaß-Faktor ‘fun’ spielen eine immer größere Rolle. Food Produzenten und Chefköche kommen diesem Trend entgegen, indem sie mit Botanicals überraschen und so die Schönheit der Natur betonen.

 

GRÜN | Authentizität und Nostalgie

In seiner Suche nach echtem authentischem Essen greift der Verbraucher zurück auf das, was früher gegessen wurde. Der botanical Trend ist also alles andere als neu.

Was aß und trank man als Kind? Wer erinnert sich noch an den Kamillentee, Lavendelhonig oder die Holunderbeerenlimo von Oma? Botanicals werden heute in modernen Kompositionen neu entdeckt.

Aber wir beschränkegreen_authentic.pngn uns nicht mehr auf die Ingredienzen aus eigenem Garten. Heute verfügen wir über Botanicals aus den Gärten der ganzen Welt! 

Auch dem Kochen oder Pflücken wird gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Gemüse- und Blumengärten für Selbstpflücker sind voll im Trend. Der Züchter wird auf den Lebensmitteletiketten erwähnt. Chefköche stellen sich mit selbstgepflückten Pilzen und Kräutern vor.

 

GELB | Erfahrung und Überraschung

Botanicals ergeben wunderschöne Bilder in Social Media. Instagram ist voller Fotos von Gerichten mit Blumen und Kräutern.

Außerdem ermöglichen Botanicals komplexere Gerichte, in denen Köche überraschende Aromen realisieren können. Blumen schenken dem Essen viel Duft und Geschmack. Experimente mit Gewürzen können zu wahren Geschmacksexplosionen führen.

Um der heutigen Hektik zu entfliehen, erlauben die Menschen sich Verwöhn-Momente. Die Entdeckung besonderer und exotischer Aromen gehört dazu. Botanicals kommen dem Bedürfnis nach gesunden, reichen und luxuriösen Gerichten entgegen.

 

BLAU | Gesundheit kommt zuerst

In diesem Trend ist das Interesse für Botanicals vor allem gesundheitlich motiviert. Viele Pflanzen, Blumen und Kräuter haben eine (angebliche) Heilwirkung.

‘Enthält Flavonoide und Antioxidantien’, ‘hat eine entzündungshemmende Wirkung‘ oder ‘ist reich an Vitaminen, Eisen und Calcium. ‘ Solche Claims sieht man auf den Verpackungen immer öfter.
Der Verbraucher wird jedoch nach sachlichen Begründungen suchen, die von einem ‘Gefühl für Gesundheit’ gewinnen wird.

Denken SBleu_health.pngie zum Beispiel an Möhrenkuchen. Der Name und Geschmack suggerieren, dass dieser Kuchen gesünder, oder wenigstens weniger ungesund ist als zum Beispiel Schokoladenkuchen. Tatsächlich enthält Möhrenkuchen aber genau so viel Zucker wie andere Kuchen auch. Künftig werden viele Menschen sich also nicht mit der Suggestion von gesundem Essen zufrieden geben, und sich für Lebensmittel mit einer nachweisbaren positiven Auswirkung auf Körper und Geist entscheiden.

 


Pflanzen und Blumen in Lifestyle

Den botanical Trend finden wir nicht ausschließlich bei Food. Im Gegenteil: Dieser Trend manifestierte sich als erstes in unserem Interieur: Früchte und Kräuter schmücken Geschirr und Accessoires und Blumenmuster finden sich auf Tapeten und in Illustrationen. Pflanzen sind populärer als je zuvor, Pflückgärten voller Dahlien und anderer farbiger Blumen erfreuen sich enormer Beliebtheit. In der Mode sehen wir Blumenmuster, und Kosmetik-Hersteller benutzen das Aroma von Aloë Vera, Rosen, Bambus en Aprikosen um ihre Produkte anzureichern.


Botanische Gastronomie

TheModernPantry.PNGIn der Haute Cuisine spielen Botanicals also eine wichtige Rolle. Zum Beispiel bei Anna Hansen. Sie leitet das Restaurant Modern Pantry in London, ist aber in Neuseeland aufgewachsen und geboren als Tochter einer dänischen Mutter und eines belgisch-schweizerischen Vaters. Die Fusion-Küche von Anna Hansen kombiniert nachhaltige Saisonprodukte aus England mit exotischen Aromen und Texturen aus der ganzen Welt

Die Alpha Beta Bar ihres Restaurants serviert Cocktails, die zu speziellen Gerichten passen und in denen Obst und Gewürze eine Hauptrolle spielen. Auf der Getränkekarte stehen Cocktails mit exotischen Ingredienzen, wie Kardamom, Yuzu und Grapefruit.

Furagieren

NOMA-fouraging2.pngAußerdem folgt die ganze Welt voller Interesse der skandinavischen Nordic Cuisine Bewegung. René Redzepi vom dänischen Sternerestaurant Noma und Konsorten haben von Furagieren  –schnüffeln in der Natur, suchen nach besonderen Ingredienzen, also Botanicals – einen wahren gastronomischen Trend gemacht. Ihre Philosophie ist, dass man sich in der Küche von der Natur und den Saisonen leiten lassen sollte, anstatt zu versuchen, die Natur zu beherrschen.  

 

 

 


Vielversprechende Botanicals

Wenn die Gärten der ganzen Welt einem zu Füßen liegen, ist die Inspiration für Botanicals unbegrenzt. Von folgenden Botanicals versprechen wir uns besonders viel:

 

  • Yuzu
    Diese Zitrusfrucht aus japanischen Gärten ist supertrending. ‘Yuzu everything’ ist bei Euroma zu einem geflügelten Wort geworden. Die Frucht liegt zwischen einer Zitrone und einer Pampelmuse. Der Geschmack ähnelt dem der Zitrone, hat jedoch ein ganz anderes Geschmacksmuster. Yuzu gibt Soßen, Bouillons und Suppen ein ganz besonderes Aroma, eignet sich aber auch sehr für Desserts.
     
  • Schlafmohn
    Poppy seed, Schlafmohn, ist der informelle Name für den Samen des Papaver somniferum, ein Opiat. Der Opiatgehalt von Mohnsamen ist aber vernachlässigbar klein. Die nach Nüssen schmeckenden Samen geben Gerichten ein reiches, geröstetes Aroma. Schlafmohn wird oft süßen Gerichten, wie Kuchen, beigegeben. Auch der Blueberry Muffin verdankt sein Aroma der Kraft des Schlafmohns. Auch in der asiatischen Küche wird Schlafmohn viel benutzt.  
     
  • Sumach
    Dieses rote Gewürz stammt von der Sumach-Pflanze. Die Früchte dieser Rhus Coriaria enthalten tiefrot gefärbte Beeren, die getrocknet und gemahlen werden. Der Geschmack ist faszinierend: Sumach gibt Gerichten ein frisches und scharfes zitronenartiges Aroma. Manchmal neigt der Geschmack sogar Richtung Tomate. Sumach spielt eine Rolle bei dem in Gerichten so wichtigen süß-sauer Gleichgewicht. Sumach ist typisch für die libanesische Küche und einer der wichtigsten Bestandteile von Za’atar. Der bekannte Chefkoch Yotam Ottolenghi verlangt dieses Gewürz häufig in seinen Rezepten für Getränke, Grillfleisch, Pizza, Mozzarella-Salat, oder in einem Dip oder Hummus. Die Möglichkeiten von Sumach sind schier unbegrenzt. 

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  • Zitronengras
    Zitronengras, oder Sereh, ist der Stängel der Grasart Cymbopogon citratus. Ursprünglich kommt diese üppige Grasart aus Indien. Durch den Zitronenduft erlebt man den an sich bitteren Geschmack trotzdem als sauer. Wenn man Sereh beim Kochen oder Schmoren beigibt, ziehen die herrlichen ätherischen Öle in das Gericht. Zitronengras wird viel in der indonesischen und in der thai-indischen Küche benutzt und eignet sich für Schmorgerichte, Curries und süßsaure Soßen.
     
  • Holunderbeerenblüten
    Essbare Blüten wie Lavendel, Veilchen, Hibiskus und Rosenblätter sind populär. Aber auch die süß duftenden Holunderblüten wurden neu entdeckt. Aus der Blüte lässt sich sehr einfach ein Extrakt ziehen, der oft in Gin-Tonic benutzt wird. Auch in Desserts sind die Blüten beliebt, nicht zuletzt weil sie aus jedem Gericht ein Schmuckstück machen.​​​​​​​
     
  • Pandanblatt
    Die langen schmalen Blätter des Schraubenbaums sind trending. Viele kennen den Geschmack von Pandanblatt bereits aus dem Pandanreis. Das Pandanblatt gibt Gerichten ein nussartiges, geröstetes Aroma, egal ob es sich um Kartoffeln, Pasta, Suppen oder Desserts handelt. ​​​​​​​​​​​​​​

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Sind Sie neugierig geworden, was Botanicals für Ihre Produkte bedeuten könnten?

Euroma hilft Ihnen gerne. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.